Der weltweiten Treibhausgasemissionen gehen auf Food Waste zurück
In der Schweiz entspricht das der Hälfte der Umweltbelastung des motorisierten Individualverkehrs.
Ein paar nützliche Zahlen, damit du verstehst, was die Lebensmittel, die nicht gegessen werden, auf der Ebene eines Landes wie auch eines Teams ausmachen.
2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll, das sind rund 89 Kilo pro Sekunde oder 330 Kilo pro Kopf. Bei den Lebensmittelabfällen in privaten Haushalten liegt die Schweiz europaweit an zweiter Stelle, hinter Portugal.
Klar gesagt: Es ist so, als würde jedes dritte Gericht weggeworfen.
2,5 Milliarden Tonnen wandern jedes Jahr in den Abfall, rund 40 % der gesamten weltweiten Lebensmittelproduktion. Das entspricht dem Gewicht von 50 Autos, die jede Sekunde weggeworfen werden.
Quellen: BAFU, ETH Zürich, Beretta & Hellweg, UNEP Food Waste Index 2024, WWF, Driven to Waste
Wäre Food Waste ein Land, stünde es auf dem Podest der grössten Umweltverschmutzer der Welt, gleich hinter China und den USA. Er ist für 8 bis 10 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.
In der Schweiz hat sich der Bundesrat verpflichtet, die vermeidbaren Lebensmittelverluste bis 2030 gegenüber 2017 zu halbieren, im Einklang mit der Agenda 2030 der UNO. Das Ergebnis: eine Reduktion der ernährungsbedingten Umweltbelastung des Landes um 10 bis 15 %.
Quellen: WWF Schweiz, UNEP Food Waste Index 2024, Aktionsplan des BAFU gegen Lebensmittelverschwendung, 2022
Rund 20 % des Schweizer Food Waste entstehen schon weiter vorn in der Kette, bei den Produzent:innen. Gemüse, das nicht der Norm entspricht, zu kleine oder zu grosse Früchte, Ernteüberschüsse ohne Abnehmer:innen. Für Landwirt:innen wie für KMU der Lebensmittelbranche sind das Wochen an Arbeit, die nie bezahlt werden.
Quelle: Die Volkswirtschaft
In der Schweiz hängen 80 % des Einkommens einer Bauernfamilie vom Verkauf ihrer Produkte ab. Jede Harasse, die aus optischen Gründen zurückgewiesen wird, schlägt direkt aufs Einkommen. Für ein Unternehmen mindert die Wahl von Unperfektem statt Standardware die Qualität des Produkts in keiner Weise. Und sie würdigt die geleistete Arbeit besser.
Quelle: Schweizer Bauernverband
Food Waste betrifft alle Lebensmittel, aber im weltweiten Durchschnitt führt Gemüse die Liste an (25 %), gefolgt von Getreide (24 %) und Früchten (12 %).
Deshalb setzen wir zuerst bei Gemüse und Früchten an.
Quelle: BAFU